26. Sep 2018 Die Kleinbürgerhochzeit
Brechts früher Einakter schildert die Hochzeitsfeier eines kleinbürgerlichen Paares als Farce, in der vom Mobiliar bis hin zum Idyll spießbürgerlicher Moral trotz bestem Bemühen alles zerbricht. Alles dreht sich um einen nervenden Brautvater, einen eifersüchtigen Bräutigam, eine schwangere Braut und ihre unbeirrt aneinander vorbeiredende Festgesellschaft. Als die Feier aus dem Ruder läuft, verlassen mehr und mehr Gäste das Festmahl – zerstört ist zum Schluss nicht nur der gute Ruf des Brautpaares, sondern auch die scheinbar heile Welt des Spießbürgertums.

„Die Kleinbürgerhochzeit“ ist Brechts berühmtester Einakter, geschrieben 1919 und uraufgeführt 1926 in Frankfurt – eine turbulent grelle Farce über die „Orgie der Hohlheit, der Langeweile, der Öde und der Vereinzelung“ (Brecht), die das Leben nicht nur diesem Paar beschert. Eine böse und hoch unterhaltsame Komödie voll klugem Wortwitz. Brechts frühes Stück atmet den Geist seines Jugendfreundes Karl Valentin.


Schlosspark Theater
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