02. Okt 2018 Schimmelreiter
Schimmelreiter
von Theodor Storm (1888)

Es ist Nacht, der Sturm heult. Ein Reiter auf einem Schimmel durchschneidet die Nacht. Es ist Hauke Haien. Anstatt die Kuh zu tränken, saß er als Junge den ganzen Winter am Küchentisch und rechnete. Der Deich, der seine Heimat vor dem Meer schützte, war ihm nicht gut genug. Er entwarf einen neuen, einen besseren Deich. Einen, der hundert Jahre halten und dem Meer noch ein weiteres Stück Land entreißen sollte. Diesem Ziel ist er jetzt ganz nah: Er hat Elke, die Tochter des Deichgrafen, geheiratet. Nun unterliegen alle Arbeiten seinem Kommando. Aber den Anderen missfällt sein Ehrgeiz. Sie sagen, Hauke Haiens Schimmel sei ein Skelett, das nur für ihn im Mondschein auferstanden sei. Sie sagen, er müsse dem neuen Deich etwas Lebendiges opfern. Sie sagen, ein großes Unglück würde sonst über sie alle hereinbrechen.

Mit karger Sprache und gewaltigen Bildern erzählt Theodor Storm Hauke Haiens Kampf gegen die Natur und den Aberglauben seiner Nachbarn.

Theodor Storm, geboren 1817 in Husum, gab dem Realismus eine norddeutsche Prägung.

David Czesienski studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« und inszeniert seit 2007 solo sowie seit 2010 auch im Kollektiv mit Prinzip Gonzo. Am THEATER AN DER PARKAUE brachte er bereits »Biedermann und die Brandstifter« auf die Bühne.

Altersempfehlung: ab 15 Jahre

Regie: David Czesienski (Prinzip Gonzo) | Bühne + Kostüme: Lisette Schürer | Dramaturgie: Sarah Wiederhold




Theater an der Parkaue - Bühne 2
Parkaue 29
10367 Berlin