23. Okt 2017 The National
The National sind vermutlich die zur Zeit größte Indierock-Band der Welt oder wie es der britische „Guardian“ ganz treffend formuliert: „rock’s most unlikely arena-fillers“. Zuletzt war die New Yorker Band 2014 in deutschen Hallen zu sehen und 2015 gastierte National-Mastermind Matt Berninger mit seinem Side-Projekt El Vy in hiesigen Clubs.

2013 war das letzte Album dieser famosen, in Brooklyn ansässigen Band, „Trouble Will Find Me“ erschienen. Ein Jahr später sorgte auch der großartige Dokumentarfilm „Mistaken For Strangers“ für Aufmerksamkeit.

Fans dürfen sich freuen: Im Herbst 2017 werden The National mit „Sleep Well Beast „ (4AD/Beggars, VÖ: 08.09.2017) endlich ein neues Album veröffentlichen. Vorab erscheint die erste Single „The System Only Dreams In Total Darkness“. In Berlin (Tempodrom) sind Berninger & Co. gleich mit zwei Shows zu sehen.

Das oben erwähnte, jüngste Album „Trouble Will Find Me“ landete 2013 in den Jahrescharts vieler Musikmagazine und -Kritiker und war dort meist ganz oben vertreten. Der Nachfolger des von Kritik und Fans gefeierten Meisterwerks „High Violet“ (2010), das sich weltweit über 600 000 mal verkauft hat, bekam durch die Bank exzellente Kritiken. So etwa im „Musikexpress“: „Der auf Präsenz und Homogenität getrimmte Slowrock der New Yorker Band hat auf ihrem fünften Album „Trouble Will Find Me“ eine Größe und melancholische Strahlkraft etabliert, die kaum erreicht ist“.

Obwohl The National schon seit 1999 – damals noch in Ohio - aktiv sind, wurde eine größere Öffentlichkeit erst 2003 auf die Band aufmerksam, als zum Beispiel der US-amerikanische „Rolling Stone“ deren zweites Album „Sad Songs For Dirty Lovers“ über alle Maßen abfeierte. Seit den jüngsten Werken „Alligator“ und „The Boxer“ mit Hits wie „Fake Empire“, „Mistaken For Strangers“ und „Start A War“ huldigen auch die europäischen Medien und Fans dieser spannenden Band. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama benutzte „Fake Empire“ übrigens später in seiner Wahl-Kampagne auf dem Soundtrack des Promo-Videos „Signs Of Hope And Change“.

„High Violet“ und „Trouble Will Find Me“ waren zwei weitere Höhepunkte im Schaffen der Band. Wer Vergleiche mag: The National klingen irgendwie nach einer gelungenen Fusion aus Wilco, den Tindersticks und Nick Caves Bad Seeds. Wobei Sänger Matt Berninger und seine Gruppe früh ihre ganz eigene Note gefunden hatten. Der hymnische Indierock mit Berningers markantem Bariton brachte mit „Bloodbuzz Ohio“, „Terrible Love“, „I Need My Girl“, „Demons“, dem älteren „Mr. November“ oder den oben erwähnten Stücken einige Hits hervor.

The National bestehen aus dem Sänger Matt Berninger sowie zwei Brüderpaaren: Aaron Dessner (Gitarre, Bass, Piano) und Bryce Dessner (Gitarre) sowie Scott Devendorf (Bass, Gitarre) und Bryan Devendorf (Drums).




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